
Mit dem Fahrrad Menschen erreichen
Damit die Hilfe der Salvatorianerinnen in Indien und Sri Lanka die Menschen erreicht, braucht es manchmal nur ganz einfache Dinge: Fahrräder und Motorräder sind unverzichtbar, wenn Mobilität keine Selbstverständlichkeit ist wie bei uns.
In ländlichen Regionen Indiens setzen die Salvatorianerinnen um Sr. Roslin auf Bildung als Weg aus der Armut. Darum ist sie stolz darauf, dass selbst auf dem Land mittlerweile 100 Prozent der Mädchen in der Grundschule lernen. Doch der Schulweg ist oft weit. Nicht selten dauert es drei Stunden, um zu Fuß in die Schule zu kommen. Der Weg zu einer weiterführenden Schule dauert noch länger und führt oft durch unbesiedelte Gegenden. Immer wieder kommt es zu Belästigungen der Mädchen. Die Sorge der Familien um ihre Töchter wächst und so nehmen die Eltern sie häufig aus der Schule. „Es darf doch nicht sein, dass die Mädchen deswegen ihre Zukunftschancen verlieren“, klagt Sr. Roslin. Darum hat sie jetzt eine einfache Lösung gefunden: Sie kauft Fahrräder für Schülerinnen. „Das nimmt Druck von den Familien, die so ein sicheres Gefühl haben. Und die Mädchen behalten ihren Zugang zur Bildung“, freut sich Sr. Roslin.
Unterwegs zu den Menschen
Gerade für Mädchen ist der Schulbesuch keine Selbstverständlichkeit
In anderen Regionen Indiens sind es die Salvatorianerinnen selbst, die sich auf den Weg machen. „Unterwegs zu den Menschen – diesen Auftrag nehmen wir wörtlich“, erklärt Sr. Elsitta. In Nordindien brechen die Schwestern zu mehrtägigen Touren mit einer Vielzahl von Hausbesuchen an verschiedenen Orten auf. Straßen gibt es hier kaum, Busverbindungen sind genauso selten und darum laufen die Ordensfrauen die weiten Strecken von Dorf zu Dorf. Bei den Familien angekommen, sprechen sie über die aktuellen Sorgen und Nöte. Das Spektrum ist breit: Sollte mein krankes Kind zu einem Arzt in die entfernte Stadt? Wie komme ich an Medikamente? Soll ich meine Tochter auf eine Schule schicken? „Wir hören zu. Wir sind Seelsorgerin, Krankenschwester und Sozialarbeiterin – je nachdem was gebracht wird. Wir sind dankbar, dass wir das leben dürfen, woran wir aus dem tiefsten Herzen glauben. Wir sind bei den Menschen“, sagt Sr. Elsitta. „Wenn wir nun Motorräder und ein kleines Gefährt bekommen, erreichen wir noch mehr Menschen und können ihnen Medikamente bringen, sie zu Gesundheitseinrichtungen mitnehmen. Das wäre ein Geschenk.“

Dieser Bericht ist unserem Rundbrief entnommen. Hier zum Download
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